Gurken asiatisch einlegen

Auch wenn es Salatgurken das ganze Jahr über gibt, sind sie doch ein typisches Sommergemüse.

Dann gibt es nämlich Freilandgurken, im Idealfall natürlich aus dem eigenen Garten.

Wenn man dann noch eine alte Gurkensorte (z.B. die mit dem schönen Namen „Tanja“) angepflanzt hat, kann man staunen wie charaktervoll so eine Gurke sein kann. Keine Spur mehr von wässriger Traurigkeit der Treibhausgurken, sondern leicht bittere und erfrischend grüne Geschmacksnoten tun sich auf.

Salatgurke angeschnitten

Die Salatgurke – oft unterschätzt.


Neben der vielfältigen Kombinationsmöglichkeit (von Schmorgurken bis zu allerlei Salaten) sind Gurken auch ein recht gesundes und leichtes Gemüse – ideal also für die Sommerküche. 100g Gurke enthalten nur 15 Kalorien!

Ein spezielle Ausprägung bilden die Einlegegurken, da sie ja unreif geerntet werden und eingelegt eben zu Salzgurken oder sauren Gurken werden. Über die Unterscheidung der Arten, Nährstoffgehalt und der wirtschaftlichen Bedeutung kann man hier noch einiges nachlesen.

Weniger als klassischer Gurkensalat sondern vielmehr als mundwässernder Appetithappen sind Gurken asiatisch eingelegt.

Die Zubereitung basiert auf einem Rezept von Tim Raue, das ich nur in den Proportionen etwas geändert habe. Im Dreiklang von Süß – Sauer – Scharf schmeckt man deutlich die „Koch“-Handschrift von Raue.

Gurken asiatisch – Rezept

Zutaten (als Vorspeisenhappen für 6 Personen)

  • 1 Bio-Salatgurke (oder besser aus eigenem Anbau)
  • 1 grüne Thai-Chilischote
  • weißer Pfeffer (ich nehme die Sorte Sarawak, der schmeckt sehr frisch, nicht muffig)
  • 3 TL grüne Tabasco-Sauce (viel milder als die rote)
  • Saft einer halbe Limette
  • 3 EL Reisessig
  • 5 EL Rohrzuckersirup (gleich wird erklärt wie man diesen zubereitet)
Zutaten für Gurken asiatisch eingelegt

Mehr Zutaten braucht man nicht.

 

Rohrzuckersirup selber machen

Rohrzuckersirup stellt man einfach aus Rohrzucker oder – falls in Bioqualität – aus Roh-Rohrzucker und Wasser her.

Roh-Rohrzucker wird nicht gebleicht und hat eine leicht bräunliche Farbe. Er schmeckt noch intensiver als normaler Rohrzucker.

3 Teile Zucker werden mit 2 Teilen Wasser verrührt (also z.B. 120 g Zucker und 80 g Wasser).

Die Mischung (der Zucker hat sich noch nicht aufgelöst) wird nun langsam erhitzt. Immer mal wieder umrühren – bis sich der Zucker ganz aufgelöst hat.

Fertig! Der Sirup kann nun abgefüllt werden und ist quasi ewig haltbar.

Gehobelte Salatgurke

Am besten hauchdünn gehobelt.

 

Zubereitung Gurken asiatisch

  1. Ungeschälte Gurke mit einem Hobel fein hobeln.
  2. Thai-Chili feinst hacken.
  3. Reisessig mit Zuckersirup, Limettensaft und Tabasco verrühren.
  4. Chiliwürfelchen und frisch gemahlenen weißen Pfeffer (dürfen schon einige Umdrehungen sein, ca. 1/2 TL) in die Marinade rühren.
  5. Alles auf die Gurken gießen und durchmischen.
  6. Mindestens 24 Stunden durchziehen lassen.

Nun kommt der Clou:

Um die Gurken möglichst intensiv mit den asiatischen Aromen zu marinieren, kann man die Mischung vakuumieren (man kann also von Sous-vide Gurken sprechen).

Der Salat hält sich so im Kühlschrank mindestens 2 Wochen ohne Qualitätsverlust.

Gurken asiatisch eingeschweisst in Plastikbeutel

Ohne Lufteinschluß: Gurken sous-vide


Alternativ kann man den Salat auch in ein Rexglas schichten. Hier muß man darauf achten, dass die Gurken von Flüssigkeit bedeckt sind.

Ich habe beide Methoden probiert und kann beide gleich empfehlen. Ihr braucht euch also jetzt deswegen kein Vakuumiergerät anschaffen.

Obwohl ich eigentlich gar nicht so gerne scharf esse, schmecken mir die asiatisch eingelegten Gurken ungemein gut. Beim Essen spürt man zuerst die Schärfe, die jedoch dann von der süß-sauren Komponente abgelöst wird.

Gurkensalat im offenen Rexglas

Erfrischung im Glas


Noch ein Tipp zur Serviertemperatur: Am besten und erfrischendsten sind die Gurken direkt aus dem Kühlschrank!

Was meinst du dazu?